Ich erinnere mich noch genau an den Moment, in dem ich auf die Waage gestiegen bin und zum ersten Mal wirklich hingeschaut habe. Nicht flüchtig, wie man es manchmal macht, wenn man hofft, die Zahl ist kleiner als befürchtet. Sondern wirklich. Bewusst.
22 Kilogramm über meinem Wohlfühlgewicht.
Ich war 38 Jahre alt, hatte gerade meinen zweiten Winter auf Zypern hinter mir, und ich war erschöpft. Nicht nur körperlich. Auch von all den Jahren, in denen ich es „nächste Woche" angehen wollte. Von all den Diäten, die ich angefangen und wieder aufgehört hatte. Vom ständigen Gefühl, in meinem eigenen Körper nicht ganz zuhause zu sein.
Das ist die Geschichte, wie sich das geändert hat. Ohne große Disziplin. Ohne Gym-Abo. Ohne Kalorien zu zählen. Mit Zumba – und mit einer Community, die mich einfach nicht losgelassen hat.
Wie alles anfing – der ehrliche Teil
Ich war nie unsportlich. Als Kind habe ich getanzt, als Jugendliche Sport getrieben. Aber irgendwann – Studium, Arbeit, Beziehungen, Leben – ist alles langsam verschwunden. Und dann kommt das Gewicht. Nicht über Nacht, sondern schleichend. Ein Kilo hier, zwei Kilo dort. Bis man auf einmal merkt: Das bin ich nicht mehr.
Ich habe alles versucht. Low-Carb. Intervallfasten. Drei Monate Fitnessstudio (ich habe es gehasst). Einen Personal Trainer (ich habe mich jedes Mal unwohl gefühlt). Ich bin nicht die Art von Mensch, die sich mit Willenskraft durch etwas quält. Ich brauche Freude – sonst halte ich es nicht durch.
Und dann hat mir eine Freundin einen Zumba-Kurs gezeigt. Online. Von Zypern aus.
Warum Zumba und nicht irgendwas anderes
Ich sage das nicht als Werbung – ich sage das als jemand, der wirklich alles andere schon probiert hat: Ich habe bei meiner ersten Zumba-Stunde gelacht. Mitten drin, einfach so. Weil ein Step nicht geklappt hat und ich ausgesehen habe wie ein Hamster auf Rollschuhen.
Und in dem Moment ist mir etwas Wichtiges aufgefallen: Wenn ich lache, denke ich nicht an mein Gewicht. Nicht an die Kalorien. Nicht daran, was ich esse oder nicht esse. Ich bin einfach in dem Moment – in der Musik, im Rhythmus.
„Zumba hat mich nicht verändert, weil ich Kalorien verbrennt habe. Zumba hat mich verändert, weil ich aufgehört habe zu kämpfen – und angefangen habe zu tanzen."
Das klingt vielleicht kitschig. Aber es ist die Wahrheit. Und ich glaube, das ist auch der Unterschied zwischen einem Training, das man durchhält, und einem, das man nach drei Wochen aufgibt.
Die ersten drei Monate – was wirklich passiert ist
Spoiler: Die Waage hat sich in den ersten Wochen kaum bewegt.
Das war der Moment, in dem ich bei anderen Programmen aufgehört hätte. Aber irgendetwas hat sich anders angefühlt. Ich habe besser geschlafen. Mein Rücken hat weniger gezogen. Und ich habe – ohne es bewusst zu entscheiden – angefangen, anders zu essen. Nicht weil ich mich zwingen musste, sondern weil mein Körper plötzlich andere Signale gesendet hat.
Woche 1 – Der erste Kurs
Komplett überfordert. Schritte falsch. Geschwitzt wie verrückt. Und trotzdem direkt für Woche 2 angemeldet.
Monat 1 – Nichts an der Waage, alles im Kopf
−1 kg auf der Waage, aber ich schlafe tiefer, bin weniger gereizt und habe zum ersten Mal seit Jahren Lust, mich nach dem Training zu dehnen.
Monat 3 – Die Kurve dreht sich
−6 kg gesamt. Ich trainiere jetzt 2–3× pro Woche. Nicht weil ich muss – weil ich will. Das war vorher undenkbar.
Monat 14 – Das Ziel, das kein Ziel war
−22 kg. Ich habe nicht auf eine bestimmte Zahl hingearbeitet. Ich habe einfach weitergemacht. Irgendwann war der Körper da, wo er sein wollte.
Was mir wirklich geholfen hat (und was nicht)
Ich will ehrlich sein, weil ich denke, dass viele von euch das kennen: Es gibt Dinge, von denen man erwartet, dass sie funktionieren – und sie tun es nicht. Und dann gibt es Dinge, die niemand erwähnt, die aber den Unterschied machen.
Was wirklich geholfen hat:
- Community – Ich habe mit Menschen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz trainiert, die ich nie persönlich getroffen habe. Und trotzdem haben sie mich motiviert. Wenn jemand in den Kommentaren schreibt: „Kristina, ich war heute dabei und du hast mir den Tag gerettet" – das ist Kraftstoff.
- Kein Druck – Online-Training hat mir die Freiheit gegeben, an schlechten Tagen zu pausieren. Ohne schlechtes Gewissen, ohne verpassten Kurs, ohne Trainer, der wartet.
- Die Musik – Ich kann nicht ernst bleiben, wenn Shakira läuft. Das ist mein Geheimnis.
- Konsistenz, nicht Perfektion – Es gab Wochen, in denen ich gar nicht trainiert habe. Urlaub, Krankheit, schlechte Phasen. Das Entscheidende war nicht: nie aufgehört. Das Entscheidende war: immer wieder angefangen.
Was nicht geholfen hat:
- Kalorien zählen (hat mich nur unglücklich gemacht)
- Waage täglich wiegen (schwankende Zahlen frustrieren)
- „Motivationsvideos" auf Social Media (unrealistische Körper, unrealistische Versprechen)
- Zu harte Ziele in zu kurzer Zeit
Was ich euch sagen möchte
Wenn du das hier liest und denkst: „Das klingt schön, aber meine Situation ist anders" – ich verstehe das. Ich habe das auch immer gedacht.
Aber hier ist, was ich inzwischen weiß: Es gibt keinen falschen Körper für Zumba. Kein falsches Alter. Keine falsche Fitnessstufe. Ich habe Frauen von 22 bis 72 in meinen Kursen gesehen. Frauen, die nach dem zweiten Kind wieder trainieren wollen. Frauen, die nach einer Verletzung langsam wieder anfangen. Frauen, die einfach Spaß haben wollen.
Das Einzige, was du brauchst, ist ein kleines Stück Boden und die Bereitschaft, ein bisschen albern zu sein.
Häufige Fragen, die ihr mir stellt
Aus der Community
Meine Kurse auf Dance Stream
Ich unterrichte seit Jahren auf Dance Stream – und es ist immer noch das, was mich morgens aufweckt. Inzwischen habe ich über 20 Stunden Zumba® und Zumba® Toning online, aufgenommen an verschiedenen Locations auf Zypern: am Leuchtturm in Paphos, an der Promenade, in den Sea Caves.
Meine Kurse sind für Menschen, die Bewegung mit Freude verbinden wollen – nicht mit Qual. Keine perfekten Choreografien, keine Leistungsnoten. Nur Musik, Schweiß und Spaß.
🎥 Alle Kurse von Kristina auf Dance Stream ansehen„Ich mache seit 8 Monaten Kristinas Kurse. Ich habe 11 kg abgenommen – aber das Beste ist eigentlich, dass ich aufgehört habe, meinen Körper zu hassen. Das klingt groß. Aber so ist es."
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